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Rosemarie Trockel
Druckgrafiken:



Singend kehrte ich heim Neruda Kochtopf Grafik


Singend kehrte ich heim (Pablo Neruda inspiriert Rosemarie Trockel)  Grafik TR01

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Rosemarie Trockel Biografie:

Rosemarie Trockel * 13. November 1952 in Schwerte, Deutschland


Kindheit und Jugend:
Rosemarie Trockel verbrachte ihre Kindheit mit ihren zwei Schwestern als Tochter eines Maschinenbauingenieurs sowie ihrer Mutter in Leverkusen-Oplaten. Es zeigte sich ein frühes Interesse an der Kunst: Rosemarie Trockel malte und zeichnete schon in ihrer Kindheit recht gerne, obwohl sich ihr familiäres Umfeld wenig kunstaffin zeigte.
Ihr beruflicher Start 1971 liess sie vorerst ein Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Köln beginnen, hier in den Fächern Anthropologie, Soziologie und Theologie.

Kunststudium:
Auf ihr pädagogisches Studium folgte 1974 - 1978 ein Kunst- Designstudium an den Kölner Werkschulen, hier mit dem Schwerpunkt Malerei bei Werner Schriefers.  Während ihres Studiums experimentierte Trockel zudem filmisch mit dem Medium Super-8.

Erste Erfolge: 1980 machte Rosemarie Trockel Bekanntschaft mit Monika Sprüth, mit der sie sich anfreundete und Reisen in die USA unternahm, dabei lernte sie Cindy Sherman und weitere US-Künstlerinnen kennen, so auch Jenny Holzer und Barbara Kruger. Monika Sprüth wurde dann in den folgenden Jahren Galeristin von Trockel, ebenso von Cindy Sherman.
In dieser Zeit entstehen die bedeutenden Strickbilder, die Trockel zu erster Aufmerksamkeit und Berühmtheit, besonders in den USA verhalfen, in 1983 folgte ihre ersten Einzelausstellungen in Köln in der neu gegründeten Galerie von Monika Sprüth sowie in der Galerie Philomene Managers in Bonn.


Weitere Erfolge: Neben weiteren Ausstellungen stellte Rosemarie Trockel 1988 im Museum of Modern Art in New York aus, einem der renommiertesten Museen weltweit. 1991 folgte eine bedeutende Ausstellung im Museum of Contemporary Art in Chicago. Hervorzuheben ist die Teilnahme an der documenta X 1997 in Kassel, dort war Rosemarie Trockel, zusammen mit Carsten Höller, mit dem Projekt " Ein Haus für Schweine und Menschen" vertreten. In 1999 folgte die Biennale von Venedig, wo sie im Deutschen Pavillion als erste Frau ausstellte.

Internationale Anerkennung: Neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen wurde Rosemarie Trockel 1998 der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfahlen, 2008 der Kunstpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf, 2011 der Kaiserring der Stadt Goslar verliehen. In 2014 erhielt sie den Roswitha Haftmann-Preis, dies ist der in Europa höchstdotierte Preis für zeitgenössische bildende Künstler.

Werk: Die vielseitige Künstlerin Rosemarie Trockel konnte sich durch ihre sehr eigenständige Art frühzeitig als Künstlerin behaupten, hierbei steht das "Frausein" und Emanzipation, nicht zuletzt auch gegenüber dem männlich dominierten Kunstbetrieb, im Vordergrund. Die in den 80er Jahren enstandenen Strickbilder, die Trockels frühen Ruhm begründeten, stellen die gängigen weiblichen Klischees in Frage: Hier wurde von ihr eine klassische weibliche Tätigkeit, das Stricken, konterkariert und nun in eigenständigen kreativen Entwürfen, maschinell umgesetzt. Diese oft monumentalen Strickbilder weichen stark von den gängigen Motiven der oft familienbezogenen Inhalte der im "weiblichen Hausfleiss" enstandenen Strickmotive ab, es wurden hierzu vielmehr politische Motive und Symbole sowie zahlreiche emanzipatorische Themen verarbeitet.  Es folgten in den 90er Jahren weitere Auseinandersetzungen mit dem weiblichen Rollenklischee bei dem die Arbeit am heimischen Herd, unter Anderem durch an die Pop-Art angelehnten Darstellungen von Herdplatten, in Frage gestellt wird. Diese Auseinandersetzung gipfelt 1999 in der Inszenierung der Sprengung eines Hauses die das klassische "Traute Heim", als Reich der Hausfrau, grundsätzlich in Frage stellt.
Neben diesen Sujets beschäftigt sich Rosemarie Trockel auch in ihrer Kunst mit Theorien der Anthropologie und Soziologie, dies auch in Relation des Verhältnisses des Menschen zu Tieren. Sie vertritt dabei den Standpunkt, dass der Umgang des Menschen mit Tieren ein Indikator für den erreichten Grad der Zivilisierung darstellt. Rosemarie Trockels Aussage "Jedes Tier ist eine Künstlerin" ist ein interessanter Gegenpol zu Josef Beuys künstlerischer Kernaussage "Jeder Mensch ist ein Künstler".

Lehrämter: Rosemarie Trockel ist seit 1998 Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf, zuvor seit 1995 Mitglied der Akademie der Künste Berlin, seit 2012 Mitglied in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaft und der Künste, 2012 Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt in Köln.


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